Historischer Verein Lebach E. V.

Lebach in Bildern – 1984 und 1989

Wolfgang Maas hat uns 2 Broschüren zur Verfügung gestellt, die er 1984 (1. Auflage) und 1989 (2. veränderte Auflage) als ehrenamtlicher Beigeordneter für Jugend, Kultur und Sport herausgab.

Kulturamtsleiter Klaus Reichert, der uns erlaubt hat, die Broschüren hier zu veröffentlichen, erläutert hierzu:

“Nun aber zur Broschüre: damals hieß das Ding noch nicht ‘Imagebroschüre’. Es gab eine Info-Broschüre und eine Fotobroschüre. Beide hatten das gleiche Äußere, aber unterschiedliche Funktionen. Während das eine eine Bürger- und vor allem Neubürger-Broschüre war, hatte das andere tatsächlich die Funktion einer Image-Broschüre. Die ersten Ausgabe (1984) der Foto-Broschüre war schwarz. Das war für damalige Verhältnisse völlig neu, hatte aber eine tolle optische Wirkung. Die zweite wurde dann an das Erscheinungsbild der Info-Broschüre angepasst und war grün im Hintergrund.

Klaus Reichert berichtet weiter, dass Wolfgang Maas und er für beide Hefte jede Menge Dia-Bilder geschossen hätten, aus denen dann als Nebenprodukt das Dia-Archiv der Stadt Lebach entstanden sei.

Auf einen SZ-Artikel vom 4. Januar 1984, in dem auf S. III (Lebach, Schmelz, Eppelborn und Wadern), macht er uns außerdem aufmerksam.

Dafür, lieber Klaus, herzlichen Dank!

Lothar Schmidt

Und hier nun die Broschüren (Startbilder zum Öffnen der PDF-Dateien einfach anklicken) von 1984 und 1989!

Lebach_Image-Broschuere_1_1984

Lebach_Image-Broschuere_2_1989

 

Do, April 25 2013 » Fotografie, Publikationen » No Comments

Lebacher Faasend 1928

Aus dem Nachlass von Frau Liesel Tiegs, geb. Bauer, erhielten wir 14 Fotos vom Faasendumzug 1928.
Der Umzug lief unter dem Titel “Der große Völkerbundstag“.
Auf den Fotos sind alte Lebacher zu sehen, von denen wir leider nur wenige Namen haben.
Falls sie als Besucher unserer Homepage jemanden erkennen, wären wir dankbar, wenn Sie uns die Namen nennen würden.
Im Voraus Dank .
 
Richard Wagner, Jabacher Str. 39, 66822 Lebach
Tel. +49688153355
Mobil +491773561515

© Liesel Tiegs

Die Fotos öffnen sich in Originalgröße, wenn man 2 mal hintereinander (nicht: Doppelklick) anklickt!

Di, April 16 2013 » Erinnerungen, Fasend, Fotografie » 1 Comment

CVL und TVL feierten mit Jubiläumsschriften ihre herausragenden Geburtstage

Wolfgang Maas

Wolfgang Maas

 

Wolfgang Maas, der selber über viele Jahrzehnte Sport und Fastnacht in Lebach als spiritus rector geprägt hatte, hat uns freundlicherweise 3 Jubiläumsschriften hinterlassen, die wir hier ausstellen dürfen. Man erhält die PDF-Dokumente durch Anklicken der unterhalb gezeigten Startbilder!

 

 

 CVL 1854 – 2004

150 Jahre Carnevalverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

150 Jahre Carnevalverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

 

CVL 1854 – 1979

125 Jahre Carnevalverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

125 Jahre Carnevalverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

 

TVL 1904 – 2004

100 Jahre Turnverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

100 Jahre Turnverein Lebach, Archiv: Wolfgang Maas

Wir danken ihm dafür ganz herzlich! L. Sch.

 

 

Mi, März 20 2013 » Lebacher Vereine » 1 Comment

Auf den Spuren eines großen Europäers

Saarwaldverein Lebach

 

50 Jahre Elysée-Vertrag –

Wanderausflug auf den Spuren des großen Europäers Robert Schuman

 

Der Lebacher Saarwaldverein macht am So., 7. April 2013, einen Wanderausflug nach Scy-Chazelles bei Metz (Département Moselle, Lothringen).

Die Absicht des Lebacher Saarwaldvereins ist es, hin und wieder Wanderungen mit geschichtlichen Bezügen anzubieten. Begonnen hatten wir mit unserer Fahrt nach Gravelotte bei Metz, wo uns Lothar Schmidt vor 2 Jahren auf die Schlachtfelder des Deutsch-Französischen Kriegs (am 14., 16. und 18. August 1870 fanden die sogenannten Metzer Schlachten statt) geführt hatte. Auch die Besichtigung der Vauban-Stadt Neuf-Brisach (Neu-Breisach am Rhein im Oberelsass) verfolgte im letzten Jahr dieses Ziel.

Lothar Schmidt wird versuchen, den Elysée-Vertrag in den Rahmen der wechselvollen deutsch-französischen Geschichte einzuordnen. Peter Rück hat es übernommen, uns den Politiker Robert Schuman nahe zu bringen.

Im malerischen Scy-Chazelles am Westhang der Obermosel lebte und wirkte Robert Schuman, der den Ehrentitel „le père de l’Europe“ (Vater Europas) trug.

Die Bilder öffnen sich in Originalgröße nach 2-maligem Klicken (nicht: Doppelklick)!

 

In Scy-Chazelles hat man als Vermächtnis dieses großen Europäers ein Robert-Schuman-Museum erbaut; in seinem Wohnhaus und in diesem Museum wird die wunderbare Geschichte der deutsch-französischen Aussöhnung nach 2 furchtbaren Weltkriegen lebendig.

Wir wollen sonntags um 08:30 Uhr losfahren, um 10 Uhr in Scy-Chazelles sein, das Wohnhaus, das Museum und den dahinter angelegten „Garten ohne Grenzen“ besichtigen und gegen 12:00 Uhr vespern; das Küchenteam unseres Saarwaldvereins wird uns wieder verpflegen.

Im Anschluss laufen wir (leicht – mittelschwer) 7 km am Moselhang entlang moselaufwärts über Vaux bis Ars-sur-Moselle (gallo-römisch geprägt; imposant sind die Reste eines gigantischen Aquaduktes, das vor fast 2.000 Jahren das Moseltal überbrückte, um Metz mit frischem Trinkwasser zu versorgen).

Gegen 16 Uhr wollen wir noch eine etwa einstündige Erkundung im durch die Wechselfälle der deutsch-französischen Geschichte geprägten Bischofssitz Metz durchführen.

Wenn wir genügend Teilnehmer zusammen bekommen, können wir uns einen Bus mieten; das würde den Wanderausflug sehr erleichtern.

Der Teilnahmebeitrag wird für Vereinsmitglieder bei 18 und für Nichtmitglieder bei 23 Euro liegen. Darin enthalten ist die Fahrt, der Museumseintritt und die Stadtführung.

Zurück in Lebach sind wir gegen 19 Uhr. Verzögern würde sich das etwas, wenn wir noch irgendwo im Saarland einkehren wollten. Aber das halten wir uns noch offen.

Anmeldungen bis zum Gründonnerstag, 28. März, bei unserem Wanderführer Udo Alder, Tel.: 06881 8 84 04, oder unter E-Mail: saarwaldverein@lebacher-wind.de !

L. Sch.

Di, März 5 2013 » Veranstaltung » No Comments

Eidenborner Kirche

Monika Kühn (SZ-Redaktion Lebach) hat – nach Rücksprache mit der Autorin Traudl Brenner – erlaubt, den am 26./ 27. Januar 2013 erschienenen Artikel über die Eidenborner Kirche in SZ-Extra “Momente” hier zu veröffentlichen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

L. Sch.

Der Namensgeber wurde erdolcht

St. Petrus von Mailand: Lombardische Kaufleute brachten die Statue nach Eidenborn

Günter Prediger kommt aus der Sakristei, in der Hand einen Dolch. Und den stößt er in Peters Schulter – sind wir hier Zeugen eines Mordversuchs geworden? Im zu Lebach gehörenden Örtchen Eidenborn, mitten im Saarland also?

Von SZ-Mitarbeiterin Traudl Brenner

Eidenborn. Nein, der Ortsvorsteher von Eidenborn hat dem Patron seiner Kirche nur kurzfristig sein Wahrzeichen zurückgegeben, damit wir ihn „echt“ fotografieren können. Weil nämlich die Kirche „St. Petrus von Mailand“ zur Zeit renoviert wird, sind alle Kunstwerke zu ihrem Schutz verhüllt oder in anderen Räumen in Sicherheit gebracht – auch die Statue ihres Namensgebers, der im 13. Jahrhundert per Dolchstoß ums Leben gekommen ist. Wenn die vielen Schäden behoben sein werden, die der Bergbau der Kirche zugefügt hat, kehrt auch der Dolch auf Dauer ans Schlüsselbein des Kirchenpatrons zurück.

Der Ortsvorsteher und Küsterin Antonia Schmitt führen nun durch ihre für einen gerade mal 660 Seelen zählenden Ort stattlich große, einschiffige Kirche mit den zum Teil weiß verputzten Sandsteinwänden. Auffallend sind die zahlreichen schönen Glasfenster von Ferdinand Selgrad aus Spiesen-Elversberg, sowohl in der Eingangsfront wie auch in der linken Längswand des Kirchenschiffs, wo in zwölf Einzelbildern die Apostel dargestellt werden.

Der Hauptaltar besteht aus grünlich schimmerndem Marmor. Darüber hängt ein gleichschenkeliges schmiedeeisernes Kreuz. Über dem linken Seitenaltar ist zudem eine große Madonna aus hellem Holz zu sehen. Die rechte Längswand der Kirche ist fensterlos, hat aber auch ihren Schmuck: Einen aus Granit gestalteten Kreuzweg.

Und vorm rechten Seitenaltar also steht Petrus, der schon erwähnte Namensgeber der Kirche. Die Statue trägt ein Mönchsgewand. Petrus von Mailand war ein Dominikanerpater, er wurde 1252 per Dolch umgebracht – und das Mordinstrument ist sein Erkennungszeichen geworden.

Auch schon der Vorgängerbau dieser Kirche, ein Kapellchen, war diesem Heiligen und der Gottesmutter geweiht. Es stand seit 1866 an gleicher Stelle. Wie es ausgesehen hat, zeigt ein detailliertes Modell in der Kirche.

 

1964 war die Kirchenweihe

 

Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Gemeinde wuchs, musste die Kapelle Platz machen für den neuen Kirchenbau. Das war die Zeit, als der Bergbau blühte, Menschen zuzogen – das Kapellchen war zu klein. 1960 wurde ein Kirchenbauverein gegründet und die Eidenborner haben mit Bazaren und Sammlungen selbst 140 000 Mark für ihr neues Gotteshaus zusammengetragen. Architekt Toni Laub aus Saarwellingen übernahm die Planung, 1962 war Spatenstich, 1963 die Grundsteinlegung und 1964 konnte die Kirche geweiht werden. Da hatte sie sogar schon Glocken. Und es blieb bei den Patronen: Gottesmutter und Petrus von Mailand.

Es waren lombardische Kaufleute, die die Statue einst ins Saarland gebracht haben: Nahe Eidenborn, auf dem Hoxberg, haben sie die erste Kapelle für ihren Schutzheiligen errichtet. Heute erinnert nur noch ein schmiedeeisernes Kreuz an den Standort des ehemaligen Wallfahrtsortes. Und Petrus ist in die damals neue Kirche umgezogen.

Wir gehen nun auch mal um die Kirche herum, und da zeigt sich deutlich: Sie ist ein typisches Kind der 60er Jahre. Der Turm war schon bei der Anfahrt aufgefallen. Aber er ist weder gotisch-spitz noch barock-rundlich, vielmehr an der kühlen Sachlichkeit der Mitte des 20. Jahrhunderts orientiert: Kein geschlossenes Gebilde, sondern eine Konstruktion aus zwei schmalen Wänden, durch die man den Himmel sieht: In der Weihnachtszeit leuchtet darin ein großer Stern von Bethlehem. Die Konstruktion schließt mit dem Glockenstuhl ab. Im Fuß beherbergt der Turm eine Gefallenen-Ehrenstätte. Ein flaches Dach verbindet den Turm mit dem rechteckigen Kirchenbau, der – wie innen so auch außen – teils aus Sandstein, teils weiß verputzt ist. Die schmalen, hohen, farbigen Glasfenster in Front- und Seitenwand prägen auch die Kirche von außen.

Wir gehen noch mal nach drinnen. Prediger und das Küsterehepaar Antonia und Walter Schmitt erzählen über die Geschichte des Orts, vom historischen Restaurant „Humpl“, das neben der Kirche steht – und von all dem in den letzten Jahren in Eidenborn neu erwachten Leben: In der früheren Schule ist ein Kulturzentrum entstanden als Heimat für die örtlichen Vereine, aber auch Jomi, der bekannte saarländische Pantomime, hat dort seine Heimat. „Wir haben hier ein reges kulturelles Leben“, sagt Günter Prediger zufrieden – geht schnell noch mal zum Namenspatron, zieht ihm den Dolch aus der Schulter, bringt ihn wieder in die Sakristei, und verhüllt die Statue erneut. Zu ihrem Schutz. Bis die Kirche fertig renoviert ist.

Auf der Seite „Momente“ stellt die Saarbrücker Zeitung im Wechsel Kirchen im Saarland und Lebenswege Verstorbener vor.

 

Auf einen Blick:

 

Eidenborn, 230 bis 330 Meter hoch gelegen – das nahe Falscheid ist der Mittelpunkt des Saarlandes – erreicht man, wenn man zwischen Lebach und Landsweiler den Berg hochfährt. „St. Petrus von Mailand“ gehört zur Lebacher Pfarrei „Hl. Dreifaltigkeit und St. Marien“. Die Kirche wird, wenn die Renovierung beendet ist, weiterhin genutzt. Gottesdienste finden vorerst – bis 2. Februar 2013 – nicht statt. Die nächste Hl. Messe soll auf jeden Fall im nächsten Monat, am 10. Februar, um 8.30 Uhr sein. In Eidenborn leben 651 Menschen. Der Ort gehört seit der Gebietsreform 1974 zur Stadt Lebach. tb

Di, März 5 2013 » Eidenborn, Kirche » No Comments